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Die Märkte konzentrierten sich auf das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve und den US-Arbeitsmarktbericht. In diesem Umfeld stieg der US-Dollar-Index (DXY) auf 20-Jahres-Hochs. Gold fiel am Dienstag um 35 $, während der Edelmetallmarkt rot wurde. Das glänzende Metall befindet sich noch heute im roten Bereich. Analysten interpretieren den Markt und teilen ihre Erwartungen.

„Stärkerer Dollar ließ den Goldpreis fallen“

Gold erlebte einen starken Ausverkauf, nachdem es unter 1.800 $ gefallen war. August-Gold-Futures fielen an diesem Tag um 35 $ auf 1.766,50 $. Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch kommentiert:

Der US-Dollar ließ den Goldpreis weiter sinken. Infolgedessen fiel er deutlich unter 1.800 $.

Die Märkte warten auf Hinweise im FOMC-Protokoll

Der US-Dollar-Index kletterte am Dienstag auf 106,66 und erreichte damit erneut ein 20-Jahres-Hoch. Auch gegenüber dem Euro wurde der Dollar auf einem 20-Jahres-Hoch gehandelt. Latestnews.plus.com Wie Sie sehen, hat die Fed einen sehr aggressiven Straffungspfad eingeschlagen, um die Inflation einzudämmen. Danach strömen Anleger zum US-Dollar als Safe-Haven-Währung.

Alle Augen sind auf das FOMC-Protokoll der Juni-Sitzung gerichtet. Die Märkte warten auf Hinweise über den bevorstehenden Zinserhöhungspfad und neue Rezessionskommentare von Fed-Mitgliedern. Das Protokoll soll heute veröffentlicht werden. ING FX-Strategen machen folgende Aussage:

Die Märkte haben diesen Monat mit einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte vollständig eingepreist. Das FOMC-Protokoll vom Juni könnte den Märkten den Ausschlag geben, falls es Anzeichen für einen wachsenden Konsens bei der Sitzung im Juni geben sollte.

Was ändert die restriktive Haltung der Fed?

Das CME FedWatch Tool gibt eine Chance von 85,6 % auf einen Anstieg um 75 Basispunkte und nur eine Chance von 14,4 % auf einen Anstieg um 50 Basispunkte bei der Sitzung im Juli. Es sieht so aus, als würde der US-Dollar seine Stärke mit weiteren 75 Basispunkten auf dem Tisch halten. Die einzigen Dinge, die diese restriktive Ansicht ändern könnten, wären der entsprechende Stellenbericht für Juni (veröffentlicht am Freitag) oder sich verlangsamende Inflationsdaten. James Knightley, internationaler Chefökonom von ING, sagte:

Die Fed hat deutlich gemacht, dass sie sich entschlossen auf die Kontrolle der Inflation konzentriert. Also müssen wir entweder einen sehr schwachen Arbeitsmarktbericht am 8. Juli sehen oder wir müssen mit einem überraschenden Rückgang der Inflation ausgehen. Aber höchstwahrscheinlich trifft der zweite Fall zu. Der 13. Juli spiegelt Rückgänge in einer Vielzahl von Kategorien wider.

„Es ist möglich, einen kontinuierlichen Abwärtstrend beim Goldpreis zu bilden“

Gold wird den US-Dollar weiterhin beobachten und darauf reagieren. Ein Bruch unter 1.780 $ würde Gold jedoch in eine gefährliche Zone bringen. Diese Spanne bedeutet, dass Gold dem Gewicht des restriktivsten Zentralbankregimes seit den 1980er Jahren erliegen wird. Bart Melek, Leiter der globalen Rohstoffstrategie bei TD Securities, kommentiert:

Dieses Szenario deutet darauf hin, dass sich bei Gold ein nachhaltiger Abwärtstrend bilden könnte, wenn das breite CTA-Verkaufsprogramm einen Preisausbruch auslöst. Schließlich könnten die Zentralbanken angesichts einer Glaubwürdigkeitskrise an ihrem Kampf gegen die Inflation festhalten. Andernfalls ist es möglich, die Zinssätze länger höher zu halten, als es die Rezessionsmöglichkeiten implizieren würden.

Außerdem sucht das Edelmetall laut Bart Melek Unterstützung unter 1.800 $. Daher ist der zugrunde liegende Trend weiterhin rückläufig.

„Hohe Preise dürften Druck auf die Goldnachfrage ausüben“

Aus physischer Sicht hat Indien seinen grundlegenden Einfuhrzoll auf Gold von 7,5 % auf 12,5 % erhöht. Daher dürfte die Goldnachfrage auf einige Hürden stoßen. Warren Patterson, Head of Commodity Strategy bei ING, warnt davor:

Die indische Rupie fiel gegenüber dem US-Dollar auf ein Rekordtief, um den Abfluss von Fremdwährungen zu kontrollieren. Indien ist ein wichtiger Goldimporteur mit Importen von rund 107 Tonnen im Mai. Höhere Preise auf dem Inlandsmarkt dürften kurzfristig Druck auf die Goldnachfrage ausüben. Vor allem, wenn hohe Zinsen die relativen Kosten für den Kauf und das Halten von Gold bereits erhöht haben.


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Michael Lewis

Ich bin ein in Deutschland lebender Website-Software-Ingenieur. In meiner Nebentätigkeit schreibe ich Artikel für die Website Latestnews.plus.

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